Bericht vom 1. Juli 1963

Buch NEUN

Bericht vom 1. Juli 1963

 

Nun fange ich schon das neunte Tagebuch ein.

Wenn man meine anderen acht Werke liest, benötigt man viel Zeit. Es steckt aber auch viel Zeit und Arbeit darin. Aber es hat sich gelohnt. So manches hätte ich bestimmt schon vergessen. Einiges könnte mir aber auch zum Verhängnis werden, wenn es in falsche Hände geriete. Da stehen doch Sachen drin, die nicht für jedermann bestimmt sind. So zum Beispiel in den ersten Tagebüchern die Liebesgeschichten, nun ja, das war noch harmlos und ist verjährt, aber später wird es schlimmer. Offen habe ich selten etwas eingeschrieben, meist nur so, dass nur ich die Bedeutung der Worte erkennen kann.

Wenn man in seinem ganzen Leben so ein Tagebuch führt, bekommt man eine stattliche Anzahl von Werken, die einen eigenen Bücherschrank benötigen. Aber so weit ist es ja noch nicht.

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Bericht vom Donnerstag, 6. Juni 1963

Bericht vom Donnerstag, 6. Juni 1963

 

Die Schule ging auch mal wieder los.

An diesem Tag hatten wir mal wieder Fahrschule. Bei uns in der Schule. Aber gelernt haben wir dort nichts Besonderes. Unser Fahrlehrer, der Sturzel, hat einen verdammt großen Mund. Seine Spezialstrecke ist „viel reden“ und „wenig handeln“. Das stört mich jedes Mal ganz gewaltig an ihm. Der döst viel zu viel rum. Er versprach natürlich die Motorräder wieder, aber gebracht hat er sie bis zum heutigen Tag noch nicht. Jetzt sollen sie ja übermorgen, am 5. Juli kommen. Mal sehen, ob es stimmt. Verkehrt wäre es bestimmt nicht.

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