Sonntag, 1. April 1962

 

„Staatsfeiertag“

 

Heute vor einem Jahr lernte ich Syli kennen. Ich habe es nicht bereut, sie damals angesprochen zu haben. Nun beginnt wieder ein Jahr. Ich bleibe Syli immer treu. Sie ist bezaubernd. …

Gestern waren wir zu einer „Birthday Party“. Heidi Cz. Aus meiner Klasse hatte Geburtstag. Sie hatte alle Mädchen aus der Klasse eingeladen.  Mit Peter T. bin ich auch hingegangen. Wir haben das Tonbandgerät mitgeschleppt. Wir wurden dort mit großem „Hallo“ empfangen.

Zottel und Ingo waren schon da. Stimmung war eigentlich noch nicht vorhanden gewesen, da hatten wir noch gefehlt. Zum Tanzen kamen wir erst spät. Den ersten Tanz tanzte ich mit Franziska. Doch nach und nach tanzte ich bloß noch mit Heidi. Die tanzte so einen guten Boogie. Wir haben ganz schön gerockt.  Ich natürlich am schlimmsten.

Dann sind wir noch einmal nach Bier gegangen. Franziska, Heidi, Peter und ich. Peter hielt sich immer schön bei Franziska. Naja, da bin ich eben bei Heidi geblieben. Aber ganz neutral. Nachdem wir nun das Bier hatten, was mit enormen Umständen verbunden war, ging es zurück. Wir wurden schon erwartet. Wir rockten weiter rum.

Die ersten 4 Mädchen wollten nach Hause gehen. Heidi wollte sie bis an die Haltestelle bringen. Sie fragte, wer sie begleiten würde. Da sich niemand erhob, sprang ich auf. Den Blick von Franziska hätte man fotografieren müssen. Damit hätte man Elefanten töten können.

Heidi machte sich unterwegs Vorwürfe, weil sie Franzi nun so verärgert hatte. Ich erzählte ihr nun aber, dass das mit Absicht von mir aus geschah, weil sie mir zu Fasching keinen Kuss gab, Heidi erzählte mir nun, dass Franzi ihr vorher erzählt hätte, dass es ohne mich keinen Spaß machen würde. Sie hätte sich ungemein gefreut als ich dann doch noch kam.  Sie war ja auch noch die erste unten gewesen, nachdem wir geklingelt hatten. Aber das ist mir ja gar nicht aufgefallen.

Als wir nun zurückkamen, versuchte ich, Franziska umzustimmen. Aber sie blieb trotzig. Heidi gab mir ein kleines Täfelchen Schokolade. Ich hielt es ihr hin und bat sie, die Hälfte abzubeißen. Aber da wollte sie auch nicht.

Als wir dann nach Hause gingen, Franziska, Peter, Ingo und ich, machte ich den Vorschlag, sie nach Hause zu bringen, natürlich ich allein. Sie antwortete mit einem Gegenvorschlag „Sie wolle allein nach Hause gehen“. Ich sagte nur, „Der Vorschlag ist gut. „Auf Wiedersehen“. Dann kümmerte ich mich nicht mehr um sie!

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