Mädels sind doch unberechenbar

 6 Jahre auf dem Weg vom Jungen zum Mann.

 

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BUCH EINS – 13. November 1959 bis 22. Oktober 1960

 

Buch EINS von insgesamt ZWÖLF Büchern.

 

  • Hinweis: Peter ist hier 14/15 Jahre alt

 

Prolog – 25. Januar 1960

 

Ich hatte schon öfters angefangen, ein Tagebuch zu schreiben. Zu Ende geführt habe ich es nie. Der Grund dafür ist recht einfach. Entweder hatte ich keine Zeit oder keine Lust, oder mir ist im Leben noch nichts Wichtiges passiert. Bisher war mein Leben recht langweilig. …

 

13. November 1959

Gestern hat Mutti von ihr gesprochen. Sie sagte, dass sie an der Ecke mit vier Kerlen stehe. Sie wusste gar nicht, wie weh sie mir damit tat. Ich habe auf einer Bank in Dresden an der Elbe ein Herz mit Pfeil und PP + BK eingeritzt. Ich habe ein Bild von Bärbel. Ich bin sehr glücklich darüber.

 

29. Januar 1960

 

Ich habe mich heute in der Bücherei angemeldet. Gestern war ich im Kino. „Der Hauptmann von Köln“. Er war bis auf den Schluss ganz gut.

Morgen schreiben wir eine Russischarbeit. Aber dann haben wir ja Sonntag. Da gehe ich wieder ins Kino. „Die Abenteuer des Till Eulenspiegel“.

 

03. Februar 1960

 

Ich bin nun schon seit dem Sonntag ‚schwer‘ krank. Ich habe eine fürchterliche, dicke Backe. Am Montag hat man mir einen Backenzahn gezogen. Habe ganz schön gejammert. Nun streut er mir schon zwei Tage immer Jodoform (oder so ähnlich) und Chlorpulver auf die Wunde. Das schmeckt überhaupt nicht gut.

 

10. März 1960

 

Heute habe ich Gabriele und die Kleine vom Bischofsweg gesehen. Beide haben gelächelt. Die Kleine lacht mich immer an. Ich sie auch. Sie hat auch schwarze Strümpfe an. Blauen Anorak und einen kurzen Rock. Sie ist mindestens 6. Schuljahr. Also das richtige Alter für mich.

 

Bärbel beachtet mich nicht mehr. Ich sie auch nicht mehr. Ich werde mich wohl damit abfinden müssen. Geliebt habe ich sie jedenfalls immer. Rahmen wir das Symbol ein. Es war meine erste große Liebe!

 

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„01.April 1959 bis 10. März 1960 PP\BK“

 

Nun habe ich keine Freundin mehr. Regina? … Pah! … Die ist nichts für mich. Wenn sie mir treu wäre, so hätte sie mir bestimmt schon geschrieben. Die ist abgeschrieben. Sie bekommt ihren Abschiedsbrief. …

 

02. September 1960

 

Gestern war ich wieder zum ersten Mal in der Schule. So ein Mist. Wir haben neue Lehrer dabei. Unseren Physiklehrer Scheibner haben wir nicht mehr. Auch unser Russischlehrer ist weg. Weiterhin Stabü (Staatsbürgerkunde). Das ist furchtbar. …

 

16. September 1960

 

Ich habe heute an Regine M. geschrieben. Habe dabei aber nichts Bedeutendes hineingeschrieben. Ich hoffe aber, dass wir uns bald einmal treffen.

 

Ab morgen ist auf dem Fucikplatz wieder Rummel. Das ist eine kleine „Biete“. Wir, d.h., Karl und ich, wollen jeden Tag hingehen. Mal sehen, ob sich eine neue Freundin beschaffen lässt. …

 

22. Oktober 1960

 

Am gestrigen Tag ging ich mit zu Karle, um einen Regenschirm zu holen. Bärbel ging hinter uns. Ich hielt ihr dann die Tür im Haus auf. Sie lief ein Stück neben mir her. Ich betrachtete sie. Dann erst grüßte ich sie.  Als wir die Treppen heruntergingen, sagte Karle zu mir:

„Weißt du es schon oder weißt du es nicht?“

Ich wusste gar nicht, wie er es meint. Ich sagte jedenfalls: „Nein, ich weiß es nicht.“

Unten auf der Straße sagte er mir dann:

„K. ziehen am Sonnabend nach Berlin.“

Ich wollte es nicht glauben. Bärbel zieht nach Berlin, ich konnte sie niemals wiedersehen.

Ich sagte zu Karl: „Sonnabend sagst du, das wäre ja schon morgen!“

Nun musste ich schnell handeln. Ich wollte ja nicht meine einzige Liebe verlieren. Aber zunächst gingen wir ins Kino. Ich war sehr traurig. Ich ließ mir aber nichts anmerken. Wenn ich doch irgendwie noch mit Bärbel ins Reine käme. Mir kamen die Gedanken, zu Bärbel zu gehen und ihr alles zu erklären. Aber da dachte ich wieder an meine Schüchternheit. Nein, das ging nicht. Also suchte ich nach einem anderen Weg. Ich fand ihn auch. Ich schrieb nämlich einen Brief. Ich wollte ihn dann selber bei Bärbel einstecken. Aber als ich dann vor der Tür stand, verließ mich der Mut. …

 

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