Buch SIEBEN

2. Februar 1963 – eine zugefrorene Elbe und Aufbaumarken

1963 muss lt. Peters Tagebuchaufzeichnungen ein kalter Winter gewesen sein. Auch bei Wikipedia kann man darüber nachlesen, dass dieser Winter einer der strengsten des 20. Jahrhunderts war.

 

Bericht vom 2. Februar 1963

 

Gestern bin ich über die Elbe gelaufen. War toll. Der Übergang war nicht offiziell. Wir waren ganz schön lebensmüde. Sylli ist auch mitgegangen. Es war ganz schön nett.

Wir sind zum ersten Mal rüber nach Altstadt gegangen. Als wir wieder kurz vorm Neustädter Ufer waren, sahen wir drüben einen Bobby. Wir machten schleunigst kehrt. So sind wir insgesamt 3x über die Elbmitte gegangen. Dann sind wir am Altstädter Ufer zurückgegangen. Wir haben uns mit Schnee beworfen. Einen kleinen Abhang sind wir in Hocke runtergerutscht. Das hat Spaß gemacht. Sylli hat es auch gefallen. Wir haben uns am Anfang immer hingesetzt, aber dann ging es.

Wir sind dann zu Sylli gegangen. Dort waren wir tüchtig müde, denn so ein Ausgleichssport macht tüchtig müde.

Am Nachmittag haben wir noch den Schnee vor ihrem Haus weggeschippt. Das war auch eine tüchtige Arbeit. Ich werde es mir bestätigen lassen. Dann brauche ich wenigstens nicht von der Schule aus zu gehen. Oder vielleicht doch, ich brauche doch Aufbaumarken. Und die gibt es dafür.

Abends haben wir im Fernsehen den sowjetischen Film „Rette sich, wer kann“ angeschaut. Ich hatte ihn ja schon einmal gesehen, Sylli auch. Wir haben tüchtig gelacht. Es war wirklich nett. Sylli war auch wieder sehr lieb.

Geschrieben am 03. Februar 1963

 

Sonntag, 3. Februar 1963

 

Vorhin habe ich schon wieder Schnee geschippt. Aber dieses Mal vor unserem Haus. Ich lasse mir das auch bestätigen. Es dauerte auch eine Stunde. Jetzt habe ich schon 2 Stunden. Am Donnerstag machen wir noch einmal. Das sind dann schon 3 Stunden.

 

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