Mädels sind doch unberechenbar

Auszug vom 28. April 1961

 

Am Mittwoch, 26.04. 61 habe ich mit Eberhard G. um einen Kasten Bier gewettet. Er behauptet, seine Tanzpartnerin zu heiraten. Tut er das, gebe ich den Kasten gerne. Aber ich glaube es kaum. Denn wie es bis jetzt ausschaute…!

Ich habe mit meiner Tanzstundenpartnerin nichts vor. Höchstens zum Ball einladen. Aber das muss man ja machen. Am liebsten würde ich es ja nicht tun. Hoffentlich sind keine Damen da. Nächstens suche ich mir einen neuen, netten Käfer. Ich denke dabei an eine kleine Schwarze. Das ist mein Typ gewesen. Letztes Mal war sie leider nicht da. Eigentlich schade. Hoffentlich kommt sie nächstes Mal. Dann werde ich mir dieses Wesen anlachen. Aber meine „alte“ (Margita Sch.) werde ich nicht vergessen. Man soll ja stets zwei Eisen im Feuer haben! Sonst war die Tanzstunde bisher klasse. Ich habe mich ständig amüsiert. Um nicht engagieren zu müssen, taten wir nur so zum Schein und setzten uns wieder als keine Damen mehr da waren. Nachher hatten wir wieder die große Auswahl. Aber zu oft durften wir das nicht machen, da es sonst auffiel und das ist peinlich. In unserem Zirkel sind ein paar unmögliche Weiber. Solche, die sie regelrecht verbieten müssten. Man kann dann auch nichts machen, wenn so eine einen auffordert (bei Damenwahl). Das ist ja schrecklich. Dagegen muss noch etwas erfunden werden.

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