Freitag, 20. April 1962

(Kar)Freitag, 20. April 1962

 

Gestern ist nun mein neuer „Vati“ eingetrudelt. Es ist eine verdammte Umstellung. Aber so im Ganzen geht es.

Die „TU-114“ habe ich auch wieder einmal weitergebaut. Der Rumpf ist fertig. Im Ganzen stecken jetzt 6 Stunden Arbeit drin.

Syli habe ich sehr lieb. Heute waren wir mit „Schwiegereltern“ in einem Cafe. Zurück zu bin ich mit Syli allein gelaufen. Wir haben so einige Kilometer zurückgelegt. Mir tun ganz schön die Beine weh. In der letzten Zeit bin ich nur gelaufen. Mein armes Fahrrad ist ganz verwaist. Ich merke gerade, am rechten Fuß habe ich eine Blase. Tolle Sache.

Ach, Syli hat übermorgen Jugendweihe. Ich habe für sie ein paar „Nahtlose“. Es gibt ja so selten welche. Sie wird sich bestimmt freuen. Ich habe sie ja ganz doll gerne. Wir heiraten einmal ganz bestimmt. Wir passen doch so zusammen. Sie ist immer so lieb zu mir. Auch chic angezogen ist sie immer.

Heute hatte ich mich auch einmal „in Schale geworfen“. So mit Schlips. Sah ganz nett aus. Ich will doch auch gut aussehen. Bei nächster Gelegenheit muss ich mir einen Übergangsmantel zulegen. Geld habe ich ja zurzeit. Zu verdienen gibt es im Moment nichts.

Bei Frau Grunewald ist Holz zu sägen. Ebenfalls bei Sylvias Eltern. Bei meiner Schwester M. müsste ich das Zimmer vorrichten, ebenfalls (vielleicht) bei Sylvias Oma. Außerdem gehe ich in den großen Ferien arbeiten.

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Freitag, 6. April 1962

Freitag, 6. April 1962

 

Da habe ich gestern doch noch die „L-40“ fertig gebaut. Das war ein ganz schön harter Brocken. Insgesamt habe ich 636 Minuten (10 Stunden, 36 Minuten) an diesem Modell verbracht. Es stellt für mich einen Wert von 25,25 DM dar. Es sieht ganz nett aus. Angefangen habe ich am 17.2.1961. Tolle Sache!

In der Zwischenzeit hatte ich nicht gebaut. Doch jetzt geht es wieder vorwärts. Heute habe ich die „TU-114“ begonnen. Ich habe nur die Teile des Rumpfes ausgeschnitten, verstärkt usw. Mehr nicht. Es hat ungefähr 3 Stunden gedauert. Dieses Modell wird verdammt lange brauchen. Aber es steigt im Preis. Ich bin nur gespannt, wann ich fertig werde.

In der Schule war es heute wieder doof. Ich habe ein „4“ in Physik bekommen. Schadet aber gar nichts. Stehe jetzt im Durchschnitt auf 3,66. Das ist doch kein Beinbruch.

Die Russischstunden haben wir heute einfach ausfallen lassen. Mal sehen, was die in der Schule sagen. Morgen haben wir auch bloß bis 12.10 Uhr Schule. Das ist schön. Ich werde einmal Bio lernen. Vielleicht schreiben wir eine Arbeit.

Ich müsste auch wieder einmal etwas für die Schule tun.

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Buch SECHS – Sonntag, 1. April 1962

Sonntag, 1. April 1962

 

„Staatsfeiertag“

 

Heute vor einem Jahr lernte ich Syli kennen. Ich habe es nicht bereut, sie damals angesprochen zu haben. Nun beginnt wieder ein Jahr. Ich bleibe Syli immer treu. Sie ist bezaubernd. …

Gestern waren wir zu einer „Birthday Party“. Heidi Cz. Aus meiner Klasse hatte Geburtstag. Sie hatte alle Mädchen aus der Klasse eingeladen.  Mit Peter T. bin ich auch hingegangen. Wir haben das Tonbandgerät mitgeschleppt. Wir wurden dort mit großem „Hallo“ empfangen.

Zottel und Ingo waren schon da. Stimmung war eigentlich noch nicht vorhanden gewesen, da hatten wir noch gefehlt. Zum Tanzen kamen wir erst spät. Den ersten Tanz tanzte ich mit Franziska. Doch nach und nach tanzte ich bloß noch mit Heidi. Die tanzte so einen guten Boogie. Wir haben ganz schön gerockt.  Ich natürlich am schlimmsten.

Dann sind wir noch einmal nach Bier gegangen. Franziska, Heidi, Peter und ich. Peter hielt sich immer schön bei Franziska. Naja, da bin ich eben bei Heidi geblieben. Aber ganz neutral. Nachdem wir nun das Bier hatten, was mit enormen Umständen verbunden war, ging es zurück. Wir wurden schon erwartet. Wir rockten weiter rum.

Die ersten 4 Mädchen wollten nach Hause gehen. Heidi wollte sie bis an die Haltestelle bringen. Sie fragte, wer sie begleiten würde. Da sich niemand erhob, sprang ich auf. Den Blick von Franziska hätte man fotografieren müssen. Damit hätte man Elefanten töten können.

Heidi machte sich unterwegs Vorwürfe, weil sie Franzi nun so verärgert hatte. Ich erzählte ihr nun aber, dass das mit Absicht von mir aus geschah, weil sie mir zu Fasching keinen Kuss gab, Heidi erzählte mir nun, dass Franzi ihr vorher erzählt hätte, dass es ohne mich keinen Spaß machen würde. Sie hätte sich ungemein gefreut als ich dann doch noch kam.  Sie war ja auch noch die erste unten gewesen, nachdem wir geklingelt hatten. Aber das ist mir ja gar nicht aufgefallen.

Als wir nun zurückkamen, versuchte ich, Franziska umzustimmen. Aber sie blieb trotzig. Heidi gab mir ein kleines Täfelchen Schokolade. Ich hielt es ihr hin und bat sie, die Hälfte abzubeißen. Aber da wollte sie auch nicht.

Als wir dann nach Hause gingen, Franziska, Peter, Ingo und ich, machte ich den Vorschlag, sie nach Hause zu bringen, natürlich ich allein. Sie antwortete mit einem Gegenvorschlag „Sie wolle allein nach Hause gehen“. Ich sagte nur, „Der Vorschlag ist gut. „Auf Wiedersehen“. Dann kümmerte ich mich nicht mehr um sie!

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Buch FÜNF ist online!

 

Es geht weiter!

Buch FÜNF der Geschichte über Peter ist online 🙂

Mädels sind doch unberechenbar

 

Tagebuch FÜNF    08. August 1961 bis 20. März 1962

Hat Peter es geschafft, mit seiner Sylvia zusammenzukommen? Wie läuft die Beziehung in den 60er Jahren?

Was ist sonst noch in Dresden und im allgemeinen Weltgeschehen passiert?

 

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Dresden erleben in den 60er Jahren

Dresden 1959 bis 1965

 

Eine Geschichte zum Schmunzeln, und doch nach einer wahren Begebenheit.

 

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Begleiten Sie den jungen Mann Peter bei seiner Selbstfindung während der Zeit von 1959 bis 1965, von ersten zarten Begegnungen mit dem anderen Geschlecht bis zu seiner Hochzeit sowie bei seinen Gedanken zu seiner Zukunft und zum Weltgeschehen.

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Aufgeschrieben in 12 Tagebüchern.

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Alle Bücher können selbstverständlich auch einzeln gelesen werden!

 

 

Bisher sind FÜNF Bände bei Amazon erschienen

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